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5 Tipps für einen erholsamen Schlaf

12. September 2018

Wir kennen es alle: Endlich konnte man sich früh genug von der Lieblingsserie losreißen, um genügend erholsamen Schlaf für den nächsten Tag zu tanken – und dann: Fehlanzeige! Statt einzuschlafen liegt man hellwach im Bett, wälzt sich von einer auf die andere Seite und versinkt in Grübeleien. Etwa ein Drittel unseres Lebens verbringen wir damit zu schlafen. Ausreichend Schlaf ist wichtig für unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit. Wer dauerhaft zu wenig oder schlecht schläft, leidet schnell unter Konzentrationsschwierigkeiten, Müdigkeit und riskiert dabei auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Depressionen. Für Erwachsene sind 6 Stunden das Minimum. Für viele Menschen ist es allerdings nicht selbstverständlich, gut in den Schlaf zu finden, und es fällt nicht jedem leicht, abzuschalten und zur Ruhe zu kommen. Hauptverursacher für Schlaflosigkeit sind Stress, Sorgen und ungesunde Luft.

Ich habe 5 Tipps für Euch zusammengestellt, mit denen einer entspannten und erholsamen Nachtruhe nichts mehr im Wege steht.

#1 Schlafzimmeratmosphäre zum Wohlfühlen

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Einen direkten Einfluss auf die Schlafqualität hat die Schlafumgebung. Idealerweise sollte das Zimmer abgedunkelt sein, die Raumtemperatur etwa 16 bis 18 Grad betragen und der Schlafraum in einer möglichst ruhigen Lage liegen. Elektronische Geräte können den Schlaf negativ beeinträchtigen. Daher solltet Ihr vor dem Schlafen am besten alle technischen Geräte komplett ausschalten und Lichtquellen (z.B. Steckerleiste) abschalten. Auch die Gestaltung der Räumlichkeiten ist wichtig. Das Zimmer sollte ordentlich und aufgeräumt sein. Herumliegende Kleidung wirkt chaotisch und kann auch zur Sammelstelle von Hausstaubmilben und Staub werden. Ein aufgeräumtes Zimmer  hat daher – auch unbewusst im Schlaf – einen beruhigenden Einfluss.

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Im Schlafzimmer solltet Ihr eine schlichte und unaufdringliche Möbeleinrichtung wählen. Hier gilt: Weniger ist mehr. Verzichtet also auf ausladende Vorhänge, Spiegel und zu viel Deko. Aber auch die Gestaltung der Wandfarbe kann den Schlaf beeinträchtigen. Als empfehlenswert gelten hier eher kühle und unaufdringliche Farben. Grundlage für einen gesunden und guten Schlaf ist übrigens die Matratze.  Alle 5 – 10 Jahre sollte die Matratze gewechselt werden. Dabei muss jeder für sich selbst ausprobieren, ob eine harte oder weiche Matratze die bessere Wahl ist.

#2 Essgewohnheiten

Nie mit vollem Magen ins Bett gehen! Der Körper verarbeitet erstmal die aufgenommene Nahrung und dies führt zu Einschlafschwierigkeiten oder Schlafstörungen. Es wird empfohlen, nur leichte Kost vor dem Schlafen gehen zu sich zu nehmen. Bei der Wahl der Getränke solltet Ihr ebenfalls vorsichtig sein. Nach dem Verzehr von Alkohol kommt es oft zu Durchschlafschwierigkeiten und auch auf koffeeinhaltige Getränke, wie Kaffee, Schwarz- und Grüntee oder Cola solltet Ihr lieber verzichten. Einschlaffördernd ist dagegen eine warme Milch, Kakao oder ein Kräutertee. Spezielle Pflanzstoffe entspannen und machen müde. Am besten solltet Ihr hier zu Minze, Kamille, Hopfen oder Melisse greifen.

#3 Besser schlafen mit Zimmerpflanzen

Pflanzen helfen ganz natürlich für einen besseren Schlaf. Sie reduzieren sanft Schlafstörungen und sorgen dabei für ein gutes Raumklima. Diese Pflanzen kann ich Euch besonders empfehlen:

  1. Grünlilie: Möbel und Lacke können schädliche Ausdünstungen freisetzen. Die Grünlilie ist ein Meister der Luftreinigung.
  2. Kaktus: Er mag einen sonnigen Platz auf der Fensterbank und kann den Sauerstoffgehalt in der Luft in der Nacht deutlich erhöhen. Auch Sukkulenten und Orchideen produzieren nachts Sauerstoff und und sorgen für frische Luft im Schlafzimmer.
  3. Bogenhanf: Er hilft laut Studien gegen Kopfschmerzen, Augenreizungen und Atembeschwerden und filtert dabei Haushaltsgifte aus der Luft. Auch die Aloe Vera ists ein guter Luftfilter für Schadstoffe.

#4 Lavendel gegen Schlaflosigkeit

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Lavendel zählt schon lange als natürliches Heilmittel für Schlafstörungen. Auch wissenschaftlich konnte die Wirksamkeit von Lavendelgeruch auf eine verbesserte Schlafqualität nachgewiesen werden. Sie hilft bei Unruhezuständen und Einschlafproblemen und wird bei depressiven Verstimmungen empfohlen.

DIY: LAVENDEL DUFTKERZE

Eine selbst gegossene Lavendel-Duftkerze sorgt für stimmungsvolles Licht und einen angenehmen Raumduft. Heute zeige ich Euch, wie schnell und einfach eine Kerze gegossen ist.

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Material:
  • Kerzenwachs (z.B. von Teelichtern) oder Kerzenwachsgranulat
  • Docht
  • Wäscheklammer
  • Glas für die Kerze (z.B. Marmeladenglas)
  • Lavendelblüten
  • Duftaroma Lavendelöl
So wird’s gemacht:
  1. Das Kerzenwachs in einen Schmelztopf füllen und über den heißen Wasserbad langsam erhitzen bis das Kerzenwachs vollständig geschmolzen ist.
  2. In der Zwischenzeit den Docht in das Glas stellen und eventuell mit ein paar Tropfen wachs in der Glasmitte am Boden fixieren. Den Docht am oberen Ende mit einer Wäscheklammer befestigen. Lavendelblüten in das Glas geben.
  3. Nun kann das Wachs portionsweise in das Glas eingefüllt werden. Ein paar Tropfen Lavendelöl dazu geben und das Wachs fest werden lassen.
DIY: KISSENSPRAY

Ein Kissenspray ist schnell gemacht und wirkt wahre Wunder! Man nimmt einfach eine kleine Sprühflasche, füllt diese mit Wasser und gibt ein paar Tropfen Lavendelöl hinzu. Vor dem Schlafengehen sprüht man kurz das Kissen damit ein. Der Duft regt eine vertiefte Atmung während des Schlafes an und reduziert die Müdigkeit nach dem Aufstehen. Wichtig: Bei der Verwendung von ätherischen Ölen sollte für die Duftmischung eine Glasflasche benutzen werden, da die Öle Schadstoffe aus Plastikflaschen lösen.

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Material:
  • Glasflasche (50 ml)
  • 8 TL Wasser
  • 10 Tropfen Lavendel-Öl
So wird’s gemacht:
  1. Das Lavendel-Öl und Wasser in die Flasche geben und kräftig durchschütteln.

#5 Kleine Rituale vor dem Schlafen

Zur Einstimmung auf die Schlafenszeit sind tägliche Rituale sinnvoll, um zur Ruhe zu kommen. Schon ein Abendspaziergang, ein erholsames Schaumbad oder eine regelmäßige Zubettgehzeit können Schlafstörungen vorbeugen. Außerdem sollte vor dem Schlafengehen unbedingt den Plan oder die To-Do-Liste für den nächsten Tag erstellt und aufgeschrieben werden. So sind diese Gedanken schon mal aus dem Kopf verschwunden und lassen uns in der Nacht nicht in Grübeleien und Sorgen über offene To-Dos versinken.

Wie wäre es mal wieder mit einem guten Buch? Nicht auf dem Tablet, sondern ganz klassisch in Papierform. Bei vielen Menschen wirken Bücher wie ein natürliches Schlafmittel und sie schlummern bereits nach wenigen Seiten friedlich ein. Wer keine Leseratte ist, kann es mit einem Hörbuch versuchen oder ruhige Musik hören.

Nach einem stressigen Arbeitstag helfen oft Techniken wie Yoga, Meditation oder autogenes Training zum Runterkommen. Hierfür gibt es zahlreiche entspannende Übungen und Atemtechniken. Ursachen für Schlaflosigkeit gibt es viele, doch mit nur wenigen Tipps könnt Ihr Schlafproblemen entgegenwirken und Gesundheitsschäden vermeiden.

In diesem Sinne… Schlaft schön!

SCHLAGWORTE:

Yvonne
Autor

Yvonne

Yvonne ist 33 Jahre alt und lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Zwergkaninchen in Südbaden. Hauptberuflich arbeitet sie in einem Anwaltsbüro und nebenbei führt sie einen Blog auf www.puppenzimmer.com. Sie dekoriert, gestaltet, bastelt, backt und kocht gerne. Sie liebt pastellige Farben, blumige Servietten und Tischdecken, hübsche Blümchen auf dem Tisch und hält ihre Augen immer nach Nettigkeiten offen.

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