Warum bringt der Osterhase die Ostereier?

4. April 2015

Spätestens seit dem 19. Jahrhundert ist er zum unumstrittenen Ostersymbol geworden: der Hase. Erstmals erwähnt wurde er allerdings im Jahr 1678. Zu diesem Zeitpunkt schieden sich allerdings noch die Geister an der Frage, welches Tier denn jetzt die Eier zu Ostern bringt. Während in Westfalen und Hannover der Fuchs dafür zuständig war, übernahm in der Schweiz der Kuckuck diese Aufgabe. Bei einer solch reichhaltigen Auswahl an Alternativen stellt sich unweigerlich die Frage: Wieso hat sich der Hase als Eierlieferant durchgesetzt?

Für die Auswahl des Hasen gibt es viele Gründe. Zunächst gibt es die Anekdote, die besagt, dass ein Bäcker ein traditionelles Osterlamm backen wollte und dieses sich beim Backen so verformt hat, das es anschließend eher einem Hasen ähnelte. Eine weitere Geschichte der Backzunft besagt, dass auf Osterbroten mit eingebackenem Ei auch oft noch ein Hase aufgedruckt wurde.

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Generell gilt der Hase als Zeichen der Fruchtbarkeit, da er bis zu 20 Junge pro Wurf bekommen kann. Das erklärt auch, warum er das Symbol der Fruchtbarkeitsgöttin Eostre war. Für diese Göttin wurde im Frühling ein Fest gefeiert, das sich Ostara nannte. Im Laufe der Zeit und im Zuge der Christianisierung wurde daraus dann Ostern. Des Weiteren wird Ostern immer am ersten Sonntag des Frühlingsvollmondes gefeiert und der Hase gilt als Mondtier. Ein anderer, symbolischer Zusammenhang ist, dass in Byzanz der Hase sinnbildlich für Christus steht. Zudem wurden am Gründonnerstag damals auch oft Schulden eingetrieben. Als Begleichung der Schulden wurden Eier oder Hasen akzeptiert. Hiermit wäre womöglich die Verbindung zwischen Ostereiern und dem Hasen erklärt.

Der Hase eignet sich auch wegen seines Verhaltens geradezu perfekt als Osterei-Bringer. Nach einem langen, harten Winter sind die Hasen oft ausgehungert und kommen zur Futtersuche in die Gärten und Dörfer. Dadurch haben sie dann näheren Kontakt zu den Menschen und trauen sich deshalb auch die Eier im Garten zu verstecken. Außerdem war es auch für die Eltern plausibel, den Hasen als Ei-Zulieferer zu wählen, da beispielsweise eine Henne keine bunten Eier legt und das ist selbst den Kleinsten klar.

So, jetzt wisst Ihr Bescheid, wieso uns eigentlich ausgerechnet der Hase die Eier bringt. 🙂

Im Namen vom ganzen Team wünsche ich Euch frohe Ostern!

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Kim
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Kim

‚Ein Landei, wie es im Buche steht.‘, so könnte man Kim wohl beschreiben. Aufgewachsen in ländlicher Idylle, findet sie das schön, was viele wohl eher als ‚langweilig‘ abtun würden. Falls es dann doch mal in die Stadt geht, sind es wahrscheinlich die Freunde, die sie mit einem Cocktail oder Kinobesuch locken. Wenn bei diesen Treffen viel gelacht wird, ist Kim stets im Mittelpunkt, denn schließlich ist sie für ihr überlautes Lachen bei ihren Freunden bereits berühmt-berüchtigt. Eine Freude bereitet man Kim mit einer Partie Sing Star, oder einfach damit, dass man ihr eine gute Live-Performance auf YouTube zeigt.

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