Samstagskolumne: Und jährlich grüßen die guten Vorsätze

10. Januar 2015

Was war das für ein vergangener Monat! Bei mir herrschte – ohne Witz – vom 1. bis 31. Dezember essenstechnisch eine absolute Daueraußnahme. Hatte ich mich im kompletten Jahr 2014 mühsam auf eine Konfektionsgröße 36/38 diszipliniert und trainiert, schlichen sich auf ein Mal im Dezember alte Gewohnheiten wieder ein.

Aber überall lockten auch die (Essens-)Gefahren: Kekse und Schoki en masse im Büro, abends dann natürlich noch auf den Weihnachtsmarkt oder aber zu diversen Weihnachtsfeiern/-Essen und am Wochenende stets bei Eltern und Freunden zum Adventskaffee. Klar, dass ich es bei diesem kulinarischen Freizeitstress auch kein Mal zum Sport geschafft habe. Und so fristen meine Laufschuhe jetzt schon seit Ende November ein trauriges Dasein in der hintersten Ecke im Schrank und das Fitnesscenter in dem ich mich eigentlich ein Mal in der Woche beim Pilates dehne und stretche, durfte sich ebenfalls im Dezember über einen ganzen Monat Beitrag freuen, ohne dass ich auch nur einen Kurs wahr genommen hätte….

Fassen wir die harten Fakten zusammen: Viel zu viel Essen plus viel zu wenig Bewegung ergibt leider Gottes zwei bis drei Kilo mehr auf der Waage 🙁 Also gab’s bei mir tatsächlich am Silvesterabend seit langem mal wieder klassische Neujahrsvorsätze, nämlich wieder mehr auf die Ernährung zu achten und endlich wieder Sport zu machen!

Nun gut, am Neujahrstag waren wir noch auf einem Geburtstag eingeladen, da achtet man natürlich auch nicht auf jeden Happen, der da so im Mund verschwindet… und am 3. Januar war ich noch mit einer Freundin zum Cocktails trinken und zum Essen verabredet. Okay, Cocktails zeichnen sich jetzt auch eher durch zu viel Zucker und zu viel harten Alkohol als durch low carb aus. Und den überbackenen Burrito hätte ich vielleicht auch gegen einen Salat tauschen können… Am Sonntag, sprich am 4. Januar, war ich dann natürlich von den ganzen Cocktails ziemlich verkatert und was hilft in so einem Fall besser, als eine schöne große Portion Pommes mit Mayo??? 😉 Aber der Begriff „Neujahrsvorsatz“ ist ja auch seeeeeeeehr dehnbar. Das Jahr ist doch auch noch am 5. Januar ziemlich neu, oder?

Jetzt geht’s los!

Der 5. Januar wurde also mein Stichtag und so wurde sämtliches Schundessen aus unseren Schränken und Regalen verbannt – teilweise hat sich mein Freund unter Protest noch schnell die letzten Stückchen Schoki in den Mund geschoben, bevor sie im Mülleimer landeten – und ich habe eine große Einkaufstour gemacht, bei der nur Obst und Gemüse im Einkaufskorb gelandet sind. Ein herrliches Gefühl! Am Mittwoch begrüßte ich meine Pilates-Trainerin mit einem euphorischen Lachen, nur um direkt in den ersten Minuten darauf umso geschockter zu sein, wie eingerostet ich schon wieder war. Anscheinend hatten sich auch meine Muskeln und Gelenke zu sehr an das bequeme und gefräßige Dasein im Dezember gewöhnt. Am Sonntag werde ich mich dann wahrscheinlich bereits nach Kilometer zwei bei meiner Joggingrunde quälen, aber auch da werde ich mich durchboxen – pardon, durchlaufen!

Auf dass aus den Vorsätzen ein Umsetzen wird, denn in sechs Monaten ist schließlich schon wieder Sommer und da wollen wir doch alle am liebsten wieder eine tolle Bikinifigur präsentieren, oder? 🙂

Diskutierbutton-298x300Wie sieht’s denn bei Euch aus? Wollt Ihr auch sportlicher und gesünder ins neue Jahr starten? Und wie klappt das so bei Euch? Ich bin gespannt auf Eure Erfahrungen!

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Heike
Autor

Heike

Heike wohnt ebenfalls im schönen Münster, obwohl sie immer dachte, dass es für sie nach dem Studiumsende hinaus in die große weite Welt geht. Doch dann passierte das, was man das Leben nennt und nun lebt sie glücklich und zufrieden mit ihrem Freund und ihrer kleinen Tochter in einem Vorort Münsters. Ländliche Idylle statt Großstadtdschungel. Den bereist sie jetzt nur noch, wenn sie ihre Freunde in ganz Deutschland besucht und dafür gerne nach Hamburg, Berlin, oder München jettet. In Münster trifft sie sich gerne mit Freunden in den vielen kleinen Cafés und ist hier auch immer auf der Suche nach neuen Kaffee-trink-Locations. Außerdem kennt sie seit der Geburt ihrer Tochter auch sämtliche Spielplatz-Hotspots der Stadt und weiß, in welchem Restaurant die Kellner besonders kinderfreundlich sind ;-) Als Working-Mum versucht sie jetzt Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen und freut sich auf diese neue Herausforderung.

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